Die Hobbybrauertage gastierten 2014 im Rheinland

hobbybrauer_nr150VHD_150x1502014 gastierten die Hobbybrauertage im Rheinland und der Hopfezopfer war gemeinsam mit den Hobbybrauern Nordrhein Ausrichter dieser tollen Tage.

Es waren drei aufregende Tage. Mit über 100 Teilnehmern wurde bei bestem Wetter geklönt, Bier verkostet und sich ausgetauscht. Aber damit so eine Veranstaltung auch im Gedächtnis bleibt, musste so einiges geplant und vorbereitet werden:

 

Die Planung

02planungklBereits weit ein Jahr vor den Hobbybrauertagen begann die Planung. Das Kernteam der Hobbybrauer Nordrhein bestehend aus Kathrin, Marcus, Pascal und mir musste erst einmal eine geeignete Lokalität finden und nachdem wir so einige Gaststätten und Brauereien durchproBiert hatten, fiel unsere Wahl auf die Brauerei Schmitz-Mönk in Willich-Anrath. Und wie sich herausstellen sollte, war es eine hervorragende Wahl. Daher auch auf diesem Wege noch einmal einen herzlichen Dank an die gesamte Familie für die tolle Bewirtung an diesen Tagen!

01planungklDie Lokalität war also gefunden, nun mussten noch die drei Tage mit Leben gefüllt werden und so tagten wir nacht um nacht, um ein tolles Programm auf die Beine stellen zu können. Wir verwarfen Ideen, planten wieder von Neuem, organisierten die Touren, legten die Einreicherbiere mit Düsseldorfer Altbier, Dortmunder Export und Witbier fest und verkosteten nebenbei Referenzbiere.

Es waren aufregende Wochen und Monate, die Zeit schritt voran und irgendwie hatten wir nicht den Eindruck, dass wir wirklich vorankommen würden.

04planungklEin Zufall half uns bei der Ausgestaltung der Festräume. Im Niederrheinischen Freilichtmuseum gab es im Winter 2013 eine Ausstellung zum Thema Altbier “NEUES VOM ALT - Geschichte(n) rum um die niederrheinsche Spezialität”. Anhand von zahlreichen Devotionalien und Schautafeln wurde die Geschichte des Niederrheiner Alt erzählt und für unsere Hobbybrauertage wurden uns ein Teil dieser Ausstellung zur Verfügung gestellt.

 

Freitag, der 26. September 2014 - Anreise und Jahreshauptversammlung

05klBei bestem Wetter begannen die Hobbybrauertage 2014. Und als kleine Überraschung erhielt jeder Teilnehmer ein kleines Willkommenspräsent. Die Einreicherbiere wurden entgegengenommen und eine Verkosterschulung trainierte die Gaumen für die am Samstag anstehende Hauptverkostung.
Der Abend wurde schließlich mit der Jahreshauptversammlung beendet. Eine gute Brotzeit und ausreichend Selbstgebrautes sorgte dafür, dass es keine trockene Veranstaltung wurde.

 

Samstag, der 27. September 2014

06klEin Höhepunkt dieser HHBT waren sicherlich die Touren bei sommerlichen Temperaturen. Es konnte zwischen drei Touren gewählt werden:
Tour 1: Altbiertour durch die Düsseldorfer Altstadt (11:00 – 17:30 Uhr)
Die meisten der sechs Düsseldorfer Altbierbrauereien liegen in der Altstadt oder sind dort mit einem Brauhausausschank vertreten. Ein idealer Ort also, um in die Düsseldorfer Altbierkultur einzutauchen und Holzfässer, kleine Gläser, Stehtische, Zappes* und Köbes** zu erleben.
Um 11:00 Uhr fährt der Bus in Willich-Anrath in Richtung Düsseldorfer Altstadt ab. Nach einem kurzen Zwischenstopp, bei dem wir Düsseldorf mit einem ersten Alt begrüßen, geht es direkt weiter in die Düsseldorfer Altstadt. Kern der Altbiertour bildet die Hausbrauerei „Zum Schlüssel“ mitten in der Altstadt, in der wir eine Brauereiführung bekommen und die Möglichkeit zum Mittagessen besteht. Anschließend werden wir in einer geführten Tour zwei-drei weitere Hausbrauereien ansteuern, um dort auch deren Altbier zu probieren.
Für Profis ist es theoretisch auch möglich, alle Biere der sechs Düsseldorfer Altbierbrauereien zu probieren. Ein ehrgeiziger, aber mit etwas Planung und Disziplin, durchaus machbarer Plan.
* Zappes = rheinländische Bezeichnung, für den, der das Altbier aus Stichfässern in die klassischen Altbierbecher zapft und für den Fass-Nachschub sorgt. Der Einzige, der vom Zappes Bier bekommt, ist der Köbes.
** Köbes = rheinländisch für Kellner. Früher wurden die Brauer-Lehrlinge, die am Wochenende im Ausschank aushelfen mussten, als Köbes bezeichnet. Der typische Köbes ist deswegen traditionell etwas rauer, als es man es üblicher Weise von „Service-Personal“ erwartet. Noch heute gilt: Der Köbes ist dem Bier verpflichtet – nicht dem Gast!

Tour 2: Rhein-Schifffahrt und Besichtigung im WDR-Funkhaus (11:30 – 17:45 Uhr)
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Ausgestattet mit einem Lunchpaket fahren die Teilnehmer mit dlem Bus nach Düsseldorf-Kaiserswerth. Das Lunch-Paket ist mit im Tourpreis enthalten und wird automatisch für alle Teilnehmer zubereitet. In Kaiserswerth angekommen, kann dann bei einem gemütlichen Spaziergang der historische Stadtkern besichtigt werden, oder im Biergarten das Ratinger Alt.
Um 13:15 Uhr besteigen die Teilnehmer dann ein Ausflugsschiff, um auf dem Rhein flussaufwärts in Richtung Düsseldorfer Innenstadt zu fahren. Die gut einstündige Fahrt ist eine gute Gelegenheit das Lunchpaket auszupacken. Alle Getränke während der Schifffahrt sind im Preis mit inbegriffen. Gegen 14:30 Uhr legt das Schiff an der Düsseldorfer Rheinufer-Promenade an. Wie es der Zufall will, befindet sich die Anlegestelle ganz in der Nähe der Hausbrauerei „Uerige“ so dass sich ein kurzer Zwischenstopp empfiehlt. Nach einen Altbier geht es dann zu Fuß weiter zum WDR Funkhaus am Rheinturm.
Um 15:30 startet dann die Besichtigung des WDR- Funkhauses.

Tour 3: Besuch der ältesten Altbierbrauerei der Welt (14:30 – 17:00 Uhr)
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Mit dem Bus geht es nach Korschenbroich, wo mit der Brauerei Bolten die ältesten Altbierbrauerei der Welt auf die Teilnehmer wartet. Schon seit 1266 wird hier gebraut. Hier bekommen wir eine ausführliche Führung durch die Brauerei. Im Anschluss an die Führung besteht genügend Zeit, um bei einem gemütlichen Bolten-Alt mit den Brauern zu fachsimpeln.

Zudem konnte am Samstag auch ein moderierter Bier-Stammtisch besucht werden, oder man konnte sich auf dem Hobbybrauermarkt mit frischem Hopfen und Malz eindecken.

Der Abend wurde schließlich feuchtfröhlich mit dem Hausbrauerabend beschlossen.

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Sonntag, der 28. September 2014

Für den Sonntag hielten wir eine weitere Überraschung bereit. Anstatt der üblichen - meist sehr trockenen und schlecht besuchten Vorträge - veranstalteten wir erstmals Workshops. Anhand von praktischen Beispielen wurden spezielle Themen praxisnah erläutert. Dabei wurden die wichtigsten Schritte und Handgriffe vorgeführt und anschließend von den Teilnehmern geübt. Die riesige Resonanz zeigte, wie richtig wir hier gelegen waren. Es konnten zwischen folgenden Workshops gewählt werden:
12klWorkshop zum Thema: „KEG-Fässer“
Wie befüllt man KEG-Fässer? Wie montiert man den Spundapparat? Wie spannt man die Fässer vor und wie drückt man von einem KEG-Fass ins andere um?

Workshop zum Thema „Hefe-Stripping“
Welche Hefen eignen sich zum strippen? Wie bekommt man die Hefe separiert? Womit setzt man die Speise an? Wie lange dauert das Stripping und wie lange hält sich die gestrippte Hefe?

Workshop zum Thema „Wasseraufbereitung“
Womit kann man das Brauwasser aufbereiten? Was kann man damit beeinflussen? Wie misst und dosiert man?

So gingen die Hobbybrauertage 2014 zu Ende.

Es waren unvergessliche Tage, die Hobbybrauer Nordrhein bedanken sich bei allen, die dabei gewesen sind und es zu so tollen Tagen gemacht haben. Auch ein besonderer Dank an die gesamte Familie der Brauerei Schmitz Mönk, die uns so tatkräftig unterstützt und so gut wie jeden Wunsch erfüllt haben. Es waren stressige drei Tage. Aber wir möchten keine Sekunde davon missen! Vielen Dank!

Auf der Seite des VHD hausgebraut.de findet Ihr zudem weitere tolle Bilder unserer Hobbybrauertage.


Eure Hobbybrauer Nordrhein und speziell der Hopfezopfer

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