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Mein Sudhaus V3 - anno 2012

bierbrauerei-net_sh_2012_t01Hier ist nun meine dritte Ausbaustufe des Sudhauses. Das Gestell wurde aus item-Aluminiumprofilen aufgebaut. Ich habe mir die Profile zuschneiden lassen und dann nach meiner Idee zusammengebaut. Hierbei kam wieder das Kind in mir durch, denn das erinnerte mich wieder an meine Kindheit und das Basteln mit Fisher-Price.

 

 

 

Die Maisch- und Würzepfanne

bierbrauerei-net_sh_2012_t02bierbrauerei-net_sh_2012_t03Das Herz jeder Brauerei ist das Sudhaus, so natürlich auch bei mir.

Mein Sudhaus besteht aus einem klassischem Zwei-Geräte-Sudwerk:
- Der Maisch- und Würzepfanne und
- dem Läuterbottich.
Das Gestell lässt sich bei Nichtgebrauch platzsparend ineinanderstellen.

bierbrauerei-net_sh_2012_t04Die Maisch- und Würzepfanne ist ein 50 l fassender Edelstahltopf. In diesem Topf findet sowohl der Maischprozess statt (ich braue nur nach dem Infusionsverfahren) als auch der Kochprozess. Während des Abläuterns ist genug Zeit, den Topf zum Würzekochen wieder herzurichten. 

bierbrauerei-net_sh_2012_t05bierbrauerei-net_sh_2012_t07bierbrauerei-net_sh_2012_t06Zudem wurde nun eine Verrohrung angebracht, beim Maischprozess dient die Verrohrung als Lanze für den Temperaturfühler (Bild links). Während des Abläuterns kann die abgeläuterte Würze wieder in die Sudpfanne zurück gepumpt werden, es gibt zudem eine Abzweigung, um zu Beginn des Abläuterns die Trubwürze direkt in den Läuterbottich zu pumpen. (1. Bild rechts). Nach dem Würzekochen wird die Würze aus der Sudpfanne über einen Gegenstromwürzekühler in den Gärbottich gepumpt (2. Bild rechts). Dies ist auch nur möglich, da meine Würzepumpe in beide Richtungen läuft.

Beheizt wird die Sudpfanne mit einer 3,5kW Induktionsplatte. Bei Verwendung einer 3,5kW Induktionsplatte ist zu raten, eine Steckdose mit einem eigenen Stromkreis zu verwenden, denn mit 3,5kW befindest du dich schon an der maximalen Belastbarkeit. Solltest du weitere Stromquellen anschließen, dürfte es die Sicherung raushauen. Und auf alle Fälle bei Verlängerungskabel darauf achten, dass diese auch für 3,5kW ausgelegt sind.
Der Einmachkochtopf unterhalb der Sudpfanne dient dazu, um hier das Anschwänzwasser für den Läuterprozess aufzuheizen

Einen Einblick in meine alten Sudhäuser von 2008 und 2011 findet Ihr noch hier.


Der Läuterbottich

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Als Läuterbottich verwende ich einen 80 Liter Thermobehälter (“Thermoport”). Vorteil hierbei ist, dass er isoliert ist und so die Maische so gut wie nicht abkühlen kann. Außerdem schaut er einfach schick aus ;-) ...
Auf den Bildern links kann man zudem noch einen Gastronormbehälter erkennen, welcher dem Läuterbottich nachgeschaltet ist und als Pufferbehälter für die aufgefangene Würze dient, welche von hier aus in die Sudpfanne zurückgepumpt wird.

Ein V2A-Lochblech mit 1,5mm Bohrungen findet als Senkboden Verwendung. V2A-Schrauben werden als Abstandshalter verwendet. Ich habe hier eine Länge von 2,00 cm gewählt.2011-01-06_05_100x752011-01-21_03_100x752011-01-06_06_100x752011-01-21_04_100x75.

bierbrauerei-net_sh_2012_t10bierbrauerei-net_sh_2012_t11Das Anschwänzwasser wird von dem Einmachkochtopf über eine kleine Pumpe in den Läuterbottich gepumpt. Um eine optimale Auslaugung des Trebers zu gewährleisten, verwende ich einen sternförmigen Duschkopf, der das Anschwänzwasser optimal verteilt. Auf dem Bild ist noch ein Gardena-Wasserzähler zu erkennen, hiermit wollte ich die Wassermenge messen, allerdings arbeitet dieser im 80°C-Bereich zu ungenau, also bitte das Teil wegdenken ;-)


Das Kühlschiff

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Um die Würze auf Anstelltemperatur herunter zu kühlen, habe ich eine Edelstahlkühlschlange zu einem Gegenstromwürzekühler umgebaut.

Nun kann ich mit meiner kleinen “Italo-Pumpe” die heiße Würze durch den Gegenstromwürzekühler in den Gärbottich pumpen. Dadurch sollte ich es schaffen, die knapp 100 °C heiße Würze auf Anstelltemperatur herunter zu kühlen.


Unverzichtbare Brauutensilien im Sudhaus

Als weiterhin unverzichtbar im Sudhaus kommt noch ein Braupaddel zum Einsatz, da ich in der Maisch- und Würzepfanne 06brauzubehoer_tnnoch kein Rührwerk integriert habe. Und damit die Maische bzw. Würze später nicht anbrennt, muss diese stets in Bewegung gehalten werden und dafür braucht man ein sehr stabiles und langes Braupaddel, sowie nie enden wollende Manneskraft ;-) .

Des Weiteren benutze ich noch eine Messlatte. Hierzu habe ich mir einen Holzbesenstiel besorgt und einen Haken daran befestigt, so dass der Stiel fast am Boden der Pfanne aufsitzt, wenn man ihn am Pfannenrand einhängt.
Die Maisch- und Würzepfanne wurde ausgelitert und alle 2 Liter die Messlatte an der Pfanne eingehakt und den Füllstand im Besenstiel mit einer Kerbe markiert.
So hat man später immer den genauen Überblick, wieviel Liter sich in der Pfanne befinden. (Eine derartige Messlatte wurde auch in meiner Lehrbrauerei verwendet).