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Das Bier 1x1 der wichtigsten Begriffe aus dem Brausektor

 

A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z


- A -

ALKOHOLGEHALT - der Alkoholgehalt des Bieres hängt eng mit dem Stammwürzegehalt zusammen. Ungefähr ein Drittel der Stammwürze wird durch Gärung in Alkohol umgewandelt. So hat beispielsweise ein Vollbier bei einem Stammwürzegehalt von 12% einen Alkoholgehalt von ca. 4 Vol-%.

ALTBIER - ist ein dunkles Bier, das seinen Namen zu Verdanken hat, da es nach 'alter', das heißt nach obergäriger Art gebraut wird. Ursprung und ’Mutterland’ des Altbieres ist Düsseldorf. Aufgrund der rheinischen Rivalität sollte man daher nie in Düsseldorf ein Kölsch bestellen.

 

- B -

BIERARTEN - werden unterschieden nach obergärigen und untergärigen Bieren

BIERGATTUNGEN - es gibt die steuerlichen Gattungen Bier mit niedrigem Stammwürzegehalt (bis 7%), Schankbier (7 bis 11%), Vollbier (11 bis unter 16%) und Starkbier (über 16%).

BIERSORTEN - die in Deutschland meist getrunkenen Biersorten sind Pils, Export, Weizenbier, Alt und Kölsch

BOCK - untergäriges Bier (Ausnahme: Weizenbock) mit mindestens 16% Stammwürze. Es gibt sowohl helle als auch dunkle Bockbiere.

 

- D -

DOPPELBOCK - ist ein extra stark eingebrautes Bier mit mindestens 18% Stammwürze.

 

- E -

EINBECK - ist die Geburtsstätte des Bockbieres. Einbeck wurde in Bayern 'Oanbock' ausgesprochen und somit war der Name 'Bock' geboren.

EXPORT - helles, untergäriges Vollbier ist weniger herb als ein Pils und besitzt einen Stammwürzegehalt von mindestens 12,5%

 

- G -

GÄRUNG - beim Gären verwandelt Hefe den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure

GAMBRINUS - ist einer der Schutzpatrone der Brauer

GERSTE - zweizeilige Sommergerste ist wegen des niedrigen Eiweißgehaltes zum Brauen am Besten geeignet. Sie wird durch Keimen und Darren in Malz umgewandelt und dann erst zum Brauen verwendet

 

- H -

HEFE - bringt die Bierwürze zur Gärung. Obergärige Hefe setzt sich nach Beendigung des Gärvorgangs oben ab, untergärige entsprechend unten.

HOPFEN - gibt dem Bier den typischen herben Geschmack, erhöht die Haltbarkeit und verhilft der 'Blume' zur Standfestigkeit.

 

- J -

JUNGBIER - heißt das Bier nach der Hauptgärung. Es wird in Drucktanks noch 4 bis 6 Wochen gelagert.

 

- K -

KLOSTERBRAUEREI - die Klöster haben sich besonders um die Braukunst verdient gemacht. Fast jedes Kloster hatte früher einen eigene Brauerei

KÖLSCH - obergäriges Vollbier, das nur in Köln und Umgebung gebraut werden darf. Auch hier gilt; in Köln bekommst Du kein Alt-Bier. Alt und Kölsch passen so zu zusammen wie der Teufel zum Weihwasser (wobei jedem selbst überlassen bleibt, was der Teufel und welches Bier das Weihwasser ist...).

 

- L -

LÄUTERN - nach Beendigung des Maischvorgangs werden die in Wasser gelösten festen Extraktteile im Läuterbottich von den Trebern getrennt.

 

- M -

MÄRZEN - ein untergäriges Vollbier, das früher - als nur im Winter gebraut wurden konnte - im März stärker eingebraut wurde, um es durch höheren Alkoholgehalt länger gegen Verderb zu schätzen. Nach den heißen Sommermonaten wurde und wird es noch heute bei Bierfesten (z. B. Oktoberfest) ausgeschenkt.

MAIBOCK - ist ein Starkbier, das im Frühjahr ausgeschenkt wird. Sein Stammwürzegehalt liegt bei mindestens 16%.

MAISCHE - maischen, mischen von Malzschrot und Wasser. Das anschließende Erhitzen verflüssigt die schwerlöslichen Bestandteile des Malzschrotes

MALZ - um Gerste und Weizen zum Brauen verwenden zu können, werden sie in Braumalz umgewandelt. Die Körner werden zum Keimen gebracht und dann auf der Darre getrocknet.

 

- N -

NACHGÄRUNG - in Lagertanks gärt das Jungbier unter Druck nach und reift, dabei reichert es sich gleichzeitig mit Kohlensäure an.

 

- O -

OBERGÄRIG - Biere, die mit obergäriger Hefe hergestellt sind (Alt, Kölsch, Weiß- oder Weizenbier, Berliner Weisse)

 

- P -

PILS (PILSENER) - Sortenbezeichnung für ein helles Vollbier mit meist kräftigem Hopfengeschmack

PILSEN - Stadt in Böhmen. Hier wurde der berühmteste Biertyp der Welt geboren.

 

- R -

REINHEITSGEBOT - Älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt. Von Herzog Wilhelm IV. von Bayern 1516 erlassen. Sie besagt, dass Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden darf. Heute wird zusätzlich Hefe verwendet, deren Wirkung man damals nicht kannte. Man verließ sich auf die Hefen, die in der Luft waren.

 

- S -

STAMMWÜRZEGEHALT - der Stammwürzegehalt bedeutet die Menge der aus dem Malz gelösten Stoffe in der unvergorenen Würze, das sind im wesentlichen Malzzucker, Eiweißstoffe, Vitamine und Aromastoffe. Aus der Stammwürze bilden sich durch Vergärung ca. 1/3 Alkohol und 1/3 Kohlensäure, es verbleibt 1/3 Restextrakt.

SUDHAUS - hier stehen Maischbottich, Läuterbottich (bzw. selten ein Maischefilter) und Würzepfanne.

 

- T -

TREBER - Malzrückstände (Spelzen), die nach Abfließen der Würze im Läuterbottich verbleiben. Werden als nahrhaftes Futter in der Viehhaltung verwendet.

 

- U -

UNTERGÄRIG - Biere, die mit untergäriger Hefe hergestellt sind (Pils, Export, Bock, Doppelbock, Hell, Märzen, Lager)

 

- V -

VOLLBIER - Biergattung mit einem Stammwürzegehalt zwischen 11 und 16%. Über 95% aller deutschen Biere sind Vollbiere

 

- W -

WEIHENSTEPHAN - Die älteste existierende Brauerei der Welt. Gleichzeitig ist dort die Fakultät für Brauwesen an der Technischen Universität München.

WEIZENBIER - obergäriges Bier. Zum Brauen von Weizenbier wird neben dem Gerstenmalz auch Weizenmalz verwendet.

WÜRZE - die aus dem Malz gewonnenen löslichen Bestandteile werden zusammen mit dem Hopfen in der Würzepfanne gekocht. Damit wird Keimfreiheit erzielt und durch Einkochen der vorgesehene Stammwürzegehalt erreicht.

 

- Z -

ZOIGL(-STERN) - Der sechszackige Zoiglstern, der aus zwei ineinandergesteckten gleichseitigen Dreiecken gebildet wird, symbolisiert die drei am Brauen beteiligten Elemente Feuer, Wasser und Luft sowie die im Mittelalter bekannten Zutaten Wasser, Malz und Hopfen. (Die Bedeutung der Hefe bei der Gärung war damals noch nicht bekannt, sie wurde allgemein nur als "Zeug" bezeichnet)

ZWICKEL - der Zwickel ist ein kleiner Hahn, angebracht in der oberen Hälfte vom Lagertank, um so ohne Probleme Bier-Proben von dem Tank nehmen zu können.

ZWICKELBIER - Die Brauer haben gerne kurz vor Feierabend noch ein Bier getrunken; es wurde direkt vom Lagertank am Zwickel (s.o.) ‘gezapf’, dadurch entstand der Name Zwickelbier. Folglich beschreibt es ein unfiltriertes, naturtrübes Bier. Der Begriff findet sich daher häufig in Gasthausbrauereien wieder, da dort das Bier naturbelassen angeboten wird.


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